Stimmfarben in Zeiten von Corona

Liebe Stimmfarben,

 

mein Neffe Tobi hat mir gestern ein Foto per Mail geschickt. Beim Anblick des Geburtstagsfotos meiner Schwägerin Maria, die ihren 70. im Kreise ihrer Lieben vor drei Wochen gefeiert hat, sind mir fast die Tränen gekommen  -  das Bild einer Familie, eng zusammengerückt und fröhlich.

Das ist drei Wochen her  -  am Tag unseres Workshops mit Volker. Und seitdem hat sich alles in unserem Leben radikal geändert. Diese Form von Nähe vom einen auf den anderen Tag zu verlieren, ist ein großer Schock. Wir sind alle ziemlich bedrückt und müssen uns erstmal auf die neuen Umstände, die sich noch dazu täglich ändern, einstellen.

 

Das Foto oben werdet ihr in den nächsten Wochen sehen, wenn ihr mich über skype anwählt: Ich habe meinen angestaubten Account heute wieder aufgefrischt und endlich mit Foto versehen.

 

Heute ist unsere erste Probe wegen des neuen Virus ausgefallen: Ich habe das zum Anlaß genommen, diesen Blog zu eröffnen. Wer Lust hat, kann mir schreiben. Hier sollen unsere Geschichten und Erfahrungen gesammelt werden   -   in den Zeiten der Corona.

 

Es grüßt euch alle ganz herzlich

 

Roswitha

 

Eva

 

Hallo zusammen,
die letzte Woche war sehr anstrengend. 
Auf der Arbeit haben wir einen Shut Down innerhalb von 3 Tagen organisiert und das komplette Unternehmen sitzt nun im Homeoffice. Das klappt aber richtig gut. 
Die Kinder sind in "Homeschool". Es klappt gut und wir haben es geschafft, eine guten Tagesablauf zu finden. Vormittags Schule zu Hause und nachmittags ab in den Garten....
Trotzdem ist es eine Herausforderung! Wir müssen uns komplett umorganisieren und wenn ich abends um 22Uhr noch versuche Aufgaben der Kinder down-/ up zu loaden, dann habe ich den Kaffee echt auf.
Meine achtjährige Tochter Judith hatte am Freitag ihren Schlagzeugunterricht per Skype. Das war super! Das ist wirklich eine tolle Alternative!
Die Übertragung war bis auf kurze Aussetzer sehr gut. 
Ich glaube, die aktuelle Situation hat auch viel Potenzial. Man sucht neue Wege und ich bin erstaunt, wie gut das klappt. Man rückt irgendwie zusammen. 
Wir machen das Beste draus und ich wünsche euch alles Gute und Gesundheit!
Bleibt gesund und meldet euch alle mal! Möchte gerne wissen, wie es euch so ergeht... 
Liebe Grüße Eva

 

Uli R.

 

Hallo liebe Roswitha, lieber Volker und liebe „Chorgeschwister“,

 

vielen Dank für die Noten und die Audio-Dateien! Danke für deinen Bericht, liebe Eva!

Ich beneide dich nicht, liebe Eva, den Alltag mit Arbeit und Kindern inklusive Schulaufgaben bewältigen zu müssen. Super, wenn ihr das gut hinkriegt. Es fallen ja auch alle Freizeit-Termine weg, nicht nur unsere Chorproben. Ich bin jedenfalls froh, dass ich meine Kinder nicht wochenlang beschäftigen muss und auch noch Schul-Homeoffice machen muss. Für die meisten sind ja die ganz normalen Hausaufgaben schon der reinste Horror. Ich wüsste auch nicht, ob ich es verbieten würde, dass sie sich mit der besten Freundin treffen. Wahrscheinlich nicht. Gehört doch zur sozial-emotionalen Grundversorgung… Ich gehe auch noch weiterhin spazieren, auch mit einer Freundin. Sonst werde ich ja erst recht krank. Ramdösig und depressiv. Neben Vorsicht ist Gelassenheit ist angesagt, denke ich.

Vor allem ärgert mich dieses ewige „Stayhome“ und „Wirbleibenzuhause“. Für Nicht-Infizierte trifft das doch überhaupt gar nicht zu! Also ich gehe nie mit mehr als einer Person spazieren. Geht raus, Leute! Erfreut euch am Frühling, an der Natur!! Macht Picknick, macht schöne Fotos!

Ich denke, wie Eva es auch beschrieben hat, entdecken viele in der Not jetzt auch eine Tugend. Zum Beispiel, dass Homeoffice und Videokonferenzen echt gute und klimaschonende Alternativen sind. Und, vielleicht auch, dass Menschen sogar produktiver sind, wenn sie sich die Zeit frei einteilen können. Könnte ja mal irgendwann nützlich sein.

Und: Weniger konsumieren, mehr die Natur genießen. Weniger rumblödeln in großen Gruppen, mehr intensive Gespräche mit einzelnen Freunden oder Familienmitgliedern.

Ich vermisse also nicht viel. Klopapier haben wir auch noch bekommen.

Nur den Chor, den vermisse ich natürlich. Aber das tu ich ja ohnehin immer wieder viele Wochen am Stück, wenn ich euch nicht sehe…

Aber sonst: Alles wird gut!!! Und hoffentlich bleiben wir auch alle gesund!!

 

Seid alle fest gedrückt! Ganz liebe Grüße,

Uli  

 

Selin

 

Hallo liebe Stimmfarben, meine Herzensmenschen,

als erstes: Ich vermisse Euch sehr.
Aber, zweitens: Ist es nicht schön, dass wir zumindest digital die Möglichkeit haben, zusammen zu rücken? Das ist doch besser als nichts, finde ich. Ihr auch? :-) Danke, liebe Roswitha, für diese Möglichkeit.
Corona ist unsichtbar und gerade deshalb so gruselig. Es kann sich heimlich anschleichen und einen überfallen, oder auch einen komplett  so richtig überwältigen. Wenn hoffentlich nicht körperlich, dann aber zumindest seelisch - weil wir uns alle damit beschäftigen und auseinander setzen, unabhängig davon, ob wir die Viren in uns haben oder nicht. Ich hoffe sehr, dass Ihr alle nach wie vor gesund seid und es auch bleibt.
Ich habe die vergangene Woche Revue passieren lassen und gemerkt, wie ich mich von Tag zu Tag anders gefühlt habe, weil ich angefangen habe, die Situation zu akzeptieren. Am Anfang war ich recht wütend, gerade weil mein Urlaub nächste Woche natürlich storniert wurde. Am Anfang der Woche fand ich gerade die Situation komisch, das mein Leben gerade etwas fremdbestimmt wird. Dann ging es weiter damit, dass nach und nach alle Geschäfte schließen und C&A gehörte landesweit ab Mittwoch auch dazu. Ich arbeite seit Montag im Home Office, aber irgendwie sind alle meine "normalen" Aufgaben zum Erliegen gekommen und es gibt nur noch die sog. "Krisenkommunikation", wie ich das jetzt mal so nenne. Ich habe mich gedanklich mit dem Thema Kurzarbeit befasst, unter anderem weil ich weiß, dass es mich auch treffen kann. Aber ich habe letztendlich lieber das, als gar keine Arbeit mehr. Dann gibt es halt die ein oder andere Bestellung bei Douglas oder Zalando weniger. Mir ist die Lust daran im Moment sowieso vergangen. ;-) So lange ich jeden Morgen aufwache und gesund bin und etwas zu Essen und Trinken habe, bin ich schon reich genug. Das habe ich wirklich gelernt. Obwohl - nee, anders. Ich wusste das auch schon vorher, nur jetzt habe ich es noch einmal zu schätzen gelernt, bzw. es ist mir wieder stärker ins Bewusstsein gerückt, obwohl ich jeden Tag dankbar bin. Es kann aber nie schaden, es jeden Tag noch ein bisschen mehr zu sein. :-)
Langer Rede - vielleicht gar kein Sinn, macht nichts. :-) Ich habe die Situation akzeptiert und bin sogar gerade ganz froh darüber, dass unsere Welt entschleunigt wird. Ich habe vorhin auf dem Balkon ein Buch gelesen, als ich es ausgelesen und zugeklappt hatte. bin ich einfach noch sitzen geblieben und hab den Vögeln beim Zwitschern zugehört. Das war so schön. Werde ich ab jetzt wieder öfter bewusst wahrnehmen. :-) Und zudem kann ich abends im Moment viel besser wieder einschlafen, weil die Schnellstraße in der Nähe abends kaum befahren wird. Diese Stille tut mir gut. So versuche ich aus allem so gut es geht etwas Positives zu sehen. Es ist immer abhängig von der Tagesform, aber Hauptsache ist doch, dass die guten Tage überwiegen. :-)
Wie geht es Euch so?
Ich umarme Euch alle in Gedanken und sende viele liebe Grüße
Eure Selin

 

Uli G.

 

Liebe Roswitha,

die Idee, einen Blog zu gestalten finde ich gut. Ich bin sehr froh, mal erzählen zu können!

Hier ist auch nichts mehr, wie es war. Die Wohnung putzen oder fernsehen sind nicht meine Lieblings-Aktivitäten, wobei ich heute heimlich, also zum Hof in, die Fenster geputzt habe. Und dann lese ich viel. Und nun erfährst du ein Geheimnis: Ich lese Rosamunde Pilcher Romane, weil sie eine heile Welt beschreiben. Aber, zu meiner Verteidigung: Ich lese sie in Englisch, um nicht alles zu vergessen, was ich so gut während der Schulzeit gelernt habe; immerhin!!!

Themen, die für mich gerade aktuell sind: Hysterie, Unsicherheit und Sorge, Ignoranz.

Hysterie:

Meine Freundin D. ist am Ende. Sie gehört wie ich zu den Risiko-Menschen, weil wir ein mittelschweres Asthma haben und 56 Jahre alt sind. Und D. ist eine unmittelbare Kollegin von mir. Sie hat eine 23jährige Tochter, die zurzeit in Essen wohnt, weil sie dort ein Praktikum für ihr Studium (Arbeitspsychologie) absolvieren muss. Meine Freundin macht sich größte Sorgen um die Gesundheit ihrer Tochter, die jetzt am Fließband Medikamente verpacken soll. Ich spreche mit D.; ich versuche, sie zu beruhigen, sage ihr, dass ihre junge, durchtrainierte und gesunde Tochter wenig Risiko hat und habe die Idee, dass eine Arbeitspsychologin durchaus davon profitieren könnte, wenn sie Fließbandarbeit im Rahmen eines Praktikums kennenlernt. Soweit die Theorie. Aber: mit 300 Arbeitern am Fließband zu stehen ohne den angegebenen Abstand von 1-2 Metern ist zurzeit eine Katastrophe. Ich bin als Freundin und Kollegin hin und her gerissen. D. lässt mich als Kollegin aktuell im Stich, denn sie kommt nicht mehr zur Arbeit. Sie könnte als hysterisch bezeichnet werden, aber wer weiß denn, was noch alles kommt und wohin die Reise gehen wird?
Selin hat diesen wunderbaren Artikel von Matthias Horx erwähnt („Die Welt nach Corona – Die Corona-Rückwärts-Prognose“). Ich habe den Artikel an meine Freundin weitergeleitet, aber noch keine Reaktion erhalten; wahrscheinlich weil D. aus ihrer Negativ-Spirale nicht mehr herauskommt, was mir sehr leidtut. Ich habe momentan auch keine Idee, wie ich sie beruhigen kann.

Unsicherheit:

Ab Montag arbeiten wir im „Schichtsystem“, was erst einmal vernünftig klingt. Beide Teams unseres Allgemeinen Sozialen Dienstes werden in zwei Teams eingeteilt; wir sind also alle zwei Wochen im Dienst. Kinderschutz ist bei uns DAS Thema und notwendige Unterstützungen von Familien können nicht eingestellt werden. Das potenziert sich noch, denn Schul- und Kita-Schließungen führen automatisch zu belasteten familiären Situationen. Häusliche Gewalt wird ansteigen, so wird es von Soziologen erwartet. Wir vom Allgemeinen Sozialen Dienst setzen Familienhelfer ein, die Vorort tätig sein müssen. Es fällt schwer, sich an die aktuelle Situation zu gewöhnen: Es gibt noch Einladungen in unsere Räumlichkeiten, damit Familien und Helfer sich kennenlernen und es gibt noch Team-Sitzungen, in denen jeder von uns sich durch Kollegen absichern lässt, ob alles Notwendige getan wird. Erst gestern konnte ich anregen, dass bitteschön keine Getränke mehr angeboten werden, denn die Tassen und Gläser werden angefasst und müssen in die Spülmaschine geräumt werden. Das muss nicht mehr sein!
Das Schichtsystem hört sich erst einmal gut an, um sicherzustellen, dass die Teams nicht aufeinandertreffen. Somit wäre ein Team noch verfügbar, wenn das andere Team in Quarantäne gehen müsste. Und da wir zwei Stadtteilteams sind, gibt es insgesamt vier Teams, die in Schichten arbeiten. Aber: Unsere Chefin ist dauerhaft im Dienst und bewegt sich zwischen den Teams hin und her. Das sehe ich kritisch…

Sorge:

Um meine 90jährige Mutter mache ich mir Sorgen. Klar. Sie ist schon längst in einer Art Quarantäne und findet dies nicht gut. Sie bekommt von ihren zwei Töchtern, die das können, Besuch und geht täglich spazieren. Wir kaufen für sie ein. Das ist für mich selbstverständlich und schön aber auch bitter für sie, denn einmal in der Woche habe ich sie bis jetzt besucht, um sie zum Einkaufen abzuholen. Meine Mutter und ich liebten es: durch die Regale stöbern, im Sozialkaufhaus Klamotten erbeuten… Das geht jetzt nicht mehr. Letzten Donnerstag war ich noch bei ihr. Es gibt schon lange keine Wangenküsse oder Umarmungen mehr. Sie sagte, dass sie sich ins Bett legen wird und nicht mehr aufstehen wird, wenn diese Einschränkungen noch lange anhalten.
Und jetzt heißt es, dass man alte Menschen nicht mehr besuchen soll. Das ist schwer zu akzeptieren und grausam. Momentan denke ich, dass ich sie in der kommenden Woche besuchen werde und eine Maske tragen werde. Aber bis dahin ist vielleicht auch schon ein Ausgehverbot ausgesprochen. Dann weiß ich gar nicht, ob ich zu ihr fahren darf, um für sie einkaufen zu gehen. Vielleicht gibt es ja kein „Ausgehverbot“ sondern nur „Ausgehbeschränkungen“. In jedem Fall herrscht Unsicherheit.


Ignoranz:

Die habe ich in der Stadt erlebt, in der meine Mutter wohnt. Während ich, geimpft durch die Lage hier und durch die Arbeit, mit Gummihandschuhen im Aldi-Nord für meine Mutter einkaufen wollte, fiel mir auf, dass dort nichts anders war als sonst! Ich wurde wegen der Handschuhe angestarrt wie ein Alien; die Verkäuferinnen und Verkäufer selbst trugen keine Handschuhe, keine Schutzmasken. Es gab keine Bodenmarkierungen, keine Folien an den Kassen. Hier, auf der anderen Rheinseite ist es ganz anders. Gibt es Parallelen zu früher, als die Römer hier die Hygiene einführten und drüben hausten die barbarischen Germanen? Quatsch, aber der Unterschied war schon auffällig.

Ich hoffe, dass wir hier in Deutschland aus den Situationen in Italien und vielleicht auch in China lernen konnten und dass alles hier glimpflicher abläuft.

Zum Schluss möchte ich noch erwähnen, dass ich eine Freundin und Nachbarin habe, die mich mit witzigen WhatsApp-Nachrichten regelrecht bombardiert. Das ist auch eine Art, damit umzugehen. Aber, mittlerweile hat der Spaß für mich aufgehört. Obwohl: heute schrieb sie mir, dass es alte Bravo-Ausgaben online zu lesen gibt, ab 1956. Cool 😉

Liebe Grüße und bleibt gesund!!!

Uli Gu

Roswitha                                                            23.03.2020

 

Danke für Eure Beiträge!

So haben wir, wenn die Pandemie einigermaßen überwunden sein wird, eine Art Tagebuch darüber, wie wir die Zeit der Isolation, ohne Chorproben und alles Andere, was uns wichtig ist, erlebt haben.

Bitte schreibt weiter, wie es Euch gerade jetzt ergeht.

Einige von Euch sagen auch ohne Worte, was sie gerade bewegt:

 

Christa hat mir eine Aufnahme von Nabucco geschickt  -  da bekommt man direkt Sehnsucht!

Die "Ode an die Freude", die alle Musiker zu einer bestimmten Zeit im ganzen Land spielen, ist auch so ein Beispiel.

Eure ehemalige Mitsängerin Claudia Valle stellt jeden Abend um 19:30 ihre Boxen in den Garten und spielt allen Senioren in der Nachbarschaft "You´ll never walk alone" vor. Inzwischen bekommt sie per WhatsApp eine ganze Wunschliste an Liedern für diese schwierige Zeit.

 

Der tröstlichste Gedanke in dieser schweren Krise ist für mich: Dass allen Menschen die Kraft der Musik wieder so sehr bewußt wird!

Die "Ode an die Freude", die alle Musiker zur gleichen Zeit im ganzen Land spielen, ist so ein Beispiel.

Das Rotterdamer Philharmonische Orchester hat sogar eine Aufnahme gemacht, in der jeder aus seinem Wohnzimmer seine Stimme eingespielt hat  -  hinterher wurde alle Stimmen am Rechner zusammengesetzt:

https://www.youtube.com/watch?v=nNBtwsPigcc

 

Ich möchte gern noch aus Friedhelms Mail zitieren:

Nachdem unser Planet überwiegend eine Partymeile war, rücksichtslos auf Elend und Armut,

Egoismus und Reichtum bei einigen Vorrang hatte  -  ist nun eine Vollbremsung erfolgt.
Ich hoffe, das Leben wird nach Corona ein anderes sein.
Eine andere Bewertung, was wirklich wichtig ist, ein bewussteres Miteinander.
Das wäre schön.

 

Das wünsche ich uns allen.....

 

Und denkt daran, was Uli G. uns geschickt hat   -   Das alles wurde NICHT abgesagt:

Gespräche
Liebe
Freude
Solidarität
Innehalten
Zusammenhalt
Dankbarkeit
Fürsorge
Selbstfürsorge
Leben
Hoffnung                            Macht es gut!     Roswitha

 

Fritz                                                                27.03.2020

 

Gestern habe ich im Garten in der Sonne gesessen. Es war zwar kalt, aber wir, meine Anhild und mein Hund Blu, haben es, so gut man es in dieser Zeit eben kann, genossen.

 

So richtige Lust zum Singen habe ich im Augenblick nicht, aber gestern bin ich dann doch ins Haus gegangen, habe meine Gitarre und mein i Pad mit den Texten und Griffen geholt und habe dann im Garten sehr lange für mich und meine Nachbarn gespielt und gesungen.

 

Es hat richtig Spaß gemacht.
Musik ist schon was ganz Großes.

 

 

Ich kann nur nicht mehrstimmig mit mir singen, und das hat mir gefehlt.

 

Ich besitze zwar eine  „Loopstation„ , mit der man 99 Schleifen aufnehmen kann, aber auch da kann ich nur mit mir selbst singen, und ich singe gerne mit anderen, mit dir und den anderen derStimmfarben.

 

 

Bis bald

Fritz

Roswitha                                       Freitag, 1. Mai 2020

 

Diesen Frühlingsgruß aus einem Kölner Wald hat mir Cornelia geschickt, eine Sängerin aus Köln, die genau wie wir das Chorsingen vermißt, weil auch ihre Chöre  seit Wochen pausieren müssen. Ich reiche diesen kleinen Herzerwärmer gern an Euch weiter :-)

 

Unser Leben ist seit sechs Wochen auf das Nötigste heruntergefahren, und keiner weiß, wie es weitergeht  -  mit der Arbeit, mit den Schulen, mit Opa und Oma in der Selbstisolation, mit den Kindern in schwierigen Familien, mit den kleinen Betrieben, mit Konzerten, Kino, Sport  -  alles ist vollständig verändert.

 

Mir ist in der "ZEIT" etwas aufgefallen: Es gibt dort die Rubrik "Wie geht es Ihnen heute" und in den letzten zwei Jahren hatte ich deutlich das Gefühl, dass mehr Menschen den Button "schlecht" angeclickt haben.

Seit dem Shutdown hat sich das geändert.

Ich war mir nicht sicher, ob ich mich irrte, aber gestern kam dann ein Bericht dazu:  Auch die "ZEIT"-Redakteure hatten bemerkt, dass seitdem deutlich mehr Menschen "gut" angeclickt hatten. Ich finde das bemerkenswert und erkläre es mir damit, dass sämtlicher Terminstress mit einem Schlag verschwunden ist und man endlich wieder Zeit hat, zur Ruhe zu kommen. Auf einmal funktioniert "Homeoffice", was den meisten vorher stets verweigert wurde, und man verbringt nicht mehr kostbare Lebenszeit auf Autobahnen und bei der Parkplatzsuche.

Ich bin sehr gespannt, was wir an Erkenntnissen mit hinüber in die Zeit nach der Krise nehmen. Ich habe jetzt schon das gute Gefühl, dass Einiges gekommen ist, um zu bleiben.

Und irgendwann geht es weiter  -  aber vielleicht achtsamer als vorher.

 

Das Robert-Koch-Institut hat vor zwei Tagen auf die Gefahren des Singens hingewiesen (ich schicke allen den Link in der nächsten Mail), denn hier wird mehr "gespreaded" als beim normalen Husten, Niesen, Sprechen, Atmen.

Daher habe ich mich jetzt hingesetzt und habe meine Mp3-Bibliothek nach Playbacks für den Gesangsunterricht durchsucht, die in den letzten Jahren immer mehr gewachsen ist.

 

Ihr findet auf der untenstehenden Liste die Titel: Sagt mir, welche Ihr gern hättet, dann schicke ich sie per Mail an Euch. Der Gedanke dahinter ist, dass zwar das Singen im Chor im Moment ausfällt, aber nicht das Singen zuhause.

Macht es einfach, so oft es geht, auch wenn einem manchmal nicht der Sinn danach steht. Danach geht es Euch besser!

 

Ich wünsche Euch ein schönes 1. Mai-Wochenende und schicke Euch die herzlichsten Grüße aus der (endlich!!) verregneten Eifel :-)

Roswitha

 

Broadway/Jazz

 

Big Spender

Diamonds are a girls best friend

Fever

My Way

The Man I Love (Piano: Volker, nach Sarah Vaughn)

These foolish things (Volker, nach Ella Fitzgerald)

 

Lied und Oper

 

Amarilli (altitalienische Arie)

Ave Maria (Schubert und Bach Gounod)

Caro mio ben

Der Mond ist aufgegangen (Volker)

Es geht ein dunkle Wolk herein (Volker)

In einem kühlen Grunde

Laschia ch´io pianga (Händel)

O wüßt ich doch den Weg zurück (Brahms)

Schubert:

   An die Musik

   Der Frühlingstraum

   Der Lindenbaum

   Du bist die Ruh

   Guten Abend, gut Nacht

   Im Abendrot

   Ständchen  (Leise flehen meine Lieder)

Tourdion

Weißt Du wieviel Sternlein stehen  (Volker)

Wer hat die schönsten Schäfchen  (Volker)

 

Musical

 

Die unstillbare Gier  (Tanz der Vampire)

Don´t cry for me Argentina  (Evita)

Du allein  (Starlight Express)

Ich gehör nur mir  (Elisabeth)

I don´t know how to love him

I only want to say  (beides Jesus Christ Superstar)

I Dreamed a Dream  (Les Miserables)

Memories  (Cats)

Somewhere (Volker, Westside Story)

 

 

Pop

 

Adele:

   Lovesong  (Original "The Cure")

   Set Fire to the Rain

   Someone like You

   Turning Tables

Whitney:

   All at once

   Didn´t we almost have it all

   I will always love you

   The Greatest Love of all (AIFF, große Datei!)

Pink:

   Fuck***ng perfect

   What about us

Ain´t Nobody  (Chaka Khan)

Angel  (Sarah McLachlan)

Come away with me  (Norah Jones)

Das Beste (Silbermond, Original u. Volker PB für Mona)

Endless Love

Every Breath you take

Hallelujah

Hero (Mariah Carey)

Hijo de la Luna  (Luna)

Hurt  (Christina Aguilera)

It was a very good year  (Robbie Williams)

I will survive

Killing me softly

Lemon Tree  (Fools Garden)

Let it go (Idina Menzel, Eiskönigin)

May it be  (Enya)

Mein Freund der Baum  (Alexandra)

My baby left me  (ROX)

My heart will go on

My Immortal  (Evanescence)

Nothing else matters  (Metallica)

Only Hope  (aus dem Film "A Walk to Remember")

Proud Mary  (Tina :-)))

Sleepsong  ( Secret Garden, PB Volker für Mona)

Tage wie dieser  (Die Toten Hosen)

Torn  (Natalie Imbruglia)

That´s what Friends are for

The Rose

Underneath your clothes  (Shakira)

Warrior  (Demi Lovato)

Warwick Avenue  (Duffy)

Without you

You´ll never walk alone  (Volker)

You raise me up